Malindi/ Time to say goodbye...

Donnerstag, 12.12.2013

Hallihallo.. erst mal etwas zu Malindi. Wir waren das letzte Wochenende in Malindi, an der Kueste, um dort unseren letzten Strandurlaub zu verbringen. Es war richtig heiss, unglaublich! Vor allem wenn nachts dann mal wieder der Strom weg war und der Ventilator nicht mehr funktionierte.. Das Guesthouse in dem wir wohnten war allgemein seeehr kenianisch, aber billig und es gab Dusche und Toilette, auch wenn alles total verchimmelt und kaputt war, mir hat es gereicht ;) Ausserdem waren wir sowieso jeden Tag am Strand, oder in der Stadt unterwegs.. Malindi hat mir einfach super gefallen.. Das Staedtchen ist ein Hauptziel der Italiener, weshalb dort sehr viele italienische Restaurants und Shops zu finden waren..meistens wurden wir auch auf italienisch begruesst, was doch sehr befremdlich ist, wenn man sich in Kenia befindet. Malindi an sich jedoch, ist sehr arabisch und muslimisch gepraegt, was wir spaetestens dann merkten, als uns um 5 Uhr morgends der Muezzin *Allahu akhbar* ins Ohr bruellte, da die Moschee direkt nebenan war! Direkt gegenueber dem Hostel, war ein richtig billiges, aber leckeres einheimisches Restaurant..dort haben wir jeden Tag gefruehstueckt, versucht keinen Blick in die *Kueche* zu werfen, die Kaefer auf dem Tisch zu ignorieren und uns ueber die neugierigen Blicke der einheimischen Gaeste amuesiert.. Ich finde, der Urlaub in Malindi, auch wenn er nur kurz war, war bisher mein schoenster Urlaub und Kulturaustausch..dieses kleine Staedtchen hat mich wirklich fasziniert und ich hab neben dem normalen Strandurlaub auch noch sehr viel an Kultur mitnehmen koennen und nicht den Eindruck gehabt, dass ich gerade den typischen Touri-Urlaub mache! Ein super Wochenende...

Zurueck in Wangige-Nairobi wurden wir erst mal mit kaltem Dauerregen und Matschwetter empfangen..ein krasser Unterschied zu 35-40Grad an der Kueste. Dass die Regenzeit sich verspaetet hat, hab ich ja schon mitbekommen, aber jetzt ist sie voll da, obwohl es eigentlich heiss sein sollte. Naja...ist vielleicht eine gute Einstimmung auf das Wetter in Deutschland.. ;) Womit ich auch schon beim naechsten Thema waere...Das Ende meines Abenteuers in Kenia!  Die Zeit hier ging echt rasendschnell vorbei. Mir kommt es einerseits so weit entfernt vor, dass ich angekommen bin, andererseits habe ich das Gefuehl es war erst gestern. Ich habe die Zeit hier sehr genossen, sowohl die negatieven, als auch die positiven Erfahrungen. Und es sind gerade die negativen Erfahrungen, von denen ich behaupten kann, dass sie mich weitergebracht haben. Auch wenn mein ganzer Aufenthalt hier etwas anderst geplant und beschrieben war , ich mit anderen Erwartungen und Vorstellungen hier ankam, so hat sich doch alles super entwickelt und ich habe tolle Leute kennengelernt, vor allem meine Schwestern, ohne die es mit Sicherheit nur halb so schoen gewesen waere! Ich habe die Zeit hier genossen, aber jetzt freue ich mich auf Weihnachten mit meinen Lieben in Deutschland, auch wenn ich zugeben muss, dass ich den Einstieg in das normale Alltagsleben schon etwas fuerchte...

Jetzt werde ich erst einmal feiern gehen, heute ist Jamhuri-Day, also Unabhaengigkeitstag und zudem wird Kenia 50 Jahre alt, da wird 3 Tage lang gefeiert! Happy Jamhuri-Day!

Ich weiss nicht ob dies mein letzter Eintrag ist, falls ja, dann wuensche ich Euch allen schonmal frohe Weihnachten! Wir sehen uns In Deutschland!

Slum / Kirchenbesuch

Montag, 02.12.2013

Hallihallo...am Freitag in derNacht hat uns Julia verlassen und ist nach Suedafrika geflogen... Wir vermissen sie :( Samstags waren wir dann mit dem aeltesten Sohn von Jane, Eric, im Slum von Nairobi.

Eric kennt dort eine Familie und macht dann mit den Freiwilligen eine Slum-Tour. Es hoert sich vielleicht alles etwas komisch und befremdlich an. So ging es mir am Anfang auch. Ich dachte mir..Soll ich wirklich in den Slum gehen und mir das Elend anderer Menschen anschauen wie ein Touri ?? Aber, alles halb so wild. Ich bin es wahrscheinlich einfach schon gewoehnt Blechhuetten und den ganzen Dreck zu sehen. Ich war ja jetzt auch schon des oefteren zu Besuch bei Bekannten der Familie und die wohnen auch alle in Blechhuetten.. Wir sind von Nairobi mit dem Bus hingefahren und schwupps..waren wir mitten im Slum. Es war eigentlich kein so schockierender Anblick, wie Ihr euch das vielleicht vorstellt..ueberall standen Wellblechhuetten dicht an dicht und alles war ein bisschen dreckiger, als bei mir im Ort. Das einzig schlimme war der Gestank und der Matsch. Da wir zur Zeit eine verspaetete Regenzeit haben, waren die Wege bzw Pfade zwischen den Huetten komplett unter Wasser und wir hatten Probleme ueber Unrat und Matsch zu springen, um zur Huette der Familie zu kommen. Dort wurden wir herzlich empfangen und mussten erst mal feststellen... Auch im Slum gibt es Strom, schliesslich kann man es keinem Kenianer zumuten ohne seinen geliebten Fernseher zu leben. :) Eric erzaehlte uns noch, dass in diesem Slum ca 20.000 Menschen leben... Die Mutter erzaehlte uns, dass sie mit ihren zwei Kindern alleine lebt und ihre aeltere Tochter an der Uni studiert, wobei sie teils vom Staat und teils von Spenden finanziert wird. Ein krasser Kontrast im Slum war auch, die frisch gewaschene Waesche, die ueberall von den Waescheleinen hing und das dreckige Umfeld. Aber das ist auch mal wieder typisch Kenia, der schoene Schein ist das Wichtigste, daher putzten sich die Kenianer heraus, soweit wie es nur geht..,. Alles in Allem war die Slum-Tour eine interessante Erfahrung, aber bei Weitem nicht so schockierend, wie man es sich vorstellt.

Am Sonntag waren wir dann mit Michael, einem Bekannten, in seiner Kirche. In Kenia findet man an jeder Ecke eine Kirche, eine Glaubensgemeinschaft  oder einen selbst ernannten Prediger..es reicht also  nie zu sagen, ich bin katholisch. Als wir an der Kirche ankamen, war ich sehr erstaunt ueber die westliche Architektur. Die Kirche war sehr gross und aus Stein, mit Glasfenstern, sehr untypisch , da hier die meisten Kirchen einfache Huetten sind. Michael erzaehlte mir, dass es eine anglikanische Kirche sei, er aber eig orthodox getauft wurde, ihm aber die anglikanische Kirche besser gefalle. Wir sassen mit Michael ganz vorne wurden aber zunaechst nicht weiter beachtet. Es folgten Gebete und Lieder, aber sehr langsam und leise, wie man es von deutschen Kirchen kennt. Dann , wahrend der Predigt, sagte der Pfarrer ploetzlich, dass heute Gaeste hier sind und wir uns vorstellen sollen. Unangenehm..vor der Kirchengemeinde aufzustehen und sich vorzustellen.. Naja nachdem das ueberstanden war ging die Gemeinde ploetzlich ab...es wurde getanzt undgesungen, wie man es in einer afrikanischen Kirche erwartet. Eigentlich hat mir der Kirchenbesuch gut gefallen, ausser, dass wir, als wir wahrend der Predigt nicht Amen gesagt haben (weil ich nicht mit allem einverstanden war), laut aufgefordert wurden mitzumachen, sonst muessten wir aufstehen und laut Amen sagen. Naja so ist es eben in kenianischen Kirchen, die Gemeinde wird laut angebruellt, was sie zu glauben hat und antwortet immer mit Amen oder Yes.. Hinterher sind wir noch bei Michael zu Hause (in einer Wellblechhuette) gewesen.

Heute gehe ich wieder ins Projekt und am Donnerstag wollen wir zu unserem letzten Strandurlaub nach Malindi aufbrechen. Liebe Gruesse :)

Im Slum

Lost in Town / Alles Bio

Mittwoch, 27.11.2013

Hallihallo meine Lieben. Bestimmt seit ihr schon voll im Vorweihnachtsstress..bei mir unvorstellbar bei Sonnenschein und Waerme... Zur Zeit passiert nicht viel nur zwei witzige Sachen sind passiert :)

Lost in Town... am letzten Samstag waren wir mit Manuela, einer anderen Freiwilligen in der Stadt und wollten hinterher zu ihr, um bei ihrere Gastfamilie ein Fest mit zu feiern und bei ihr zu uebernachten. Nach einem langen shopping Tag und ausgedehntem Essen in unserem lieblingscafe (cafe Kaldis), wollten wir uns auf den Weg zu ihrem Ort machen. Man bedenke: Dieser liegt nur 20min von Nairobi entfernt! ... Sie hatte uns schon mal erzaehlt, dass sie anscheinend immer Probleme hat von Nairobi wieder zurueckzukommen, da die Busse/Matatus immer woanders abfahren wuerden. Wir konnten uns das allerdings nicht so genau vorstellen. Also fingen wir an, an einer Sammelstelle fuer Busse nach dem Ort Ngumba Estate zu fragen. Die ueberaus eifrigen Bus u Matatu- Conducter (Schaffner) fingen auch gleich an uns wild in alle Himmelsrichtungen zu schicken, wo angeblich Busse abfahren wuerden. Nach 15min herumgefrage meinte dann ein netter Busfahrer er wuerde uns an die richtige Haltestelle mitnehmen. Wir dachten ja eig wir waeren schon an der Richtigen... Wie sich herausstellte nahm er uns wieder mit in die Innenstadt, von wo wir eigentlich losgelaufen waren. Dort fanden wir auch nach langem hin u her einen Bus der angeblich nach Ngumba fahren sollte. Mittlerweile war es schon stockdunkel.... Als der Bus dann nach 20min Fahrt stoppte, mussten wir leider erkennen dass wir irgendwo, aber wohl nicht in Ngumba waren. Als wir vier Maedels bedroeppelt fragten wo wir uns befinden, meinte er verdutzt, dies sei der Bus nach NgumbO ! So was bloedes...also sind wir mit ihm wieder zurueck in die Stadt. Dort meinte dann ein, wie aus dem Nichts aufgetauchter Mann, er kann uns den rivchtigen Bus oder das Matatu zeigen. Leider helfen die Kenianer eig fast nie umsonst, er behauptete jedoch man sieht sich immer zweimal und er tue es aus reiner Naechstenliebe (und ein bisschen Kleingeld...). Wir hatten keine Wahl, also liefen wir dem Unbekannten hinterher durch das naechtliche (gefaehrliche) Nairobi..Nachdem wir gefuehlt im Zickzack durch die ganze Stadt gelaufen waren, befanden wir uns an der abgewracktesten und dunkelsten Matatu Haltestation, die es in Nairobi gibt. Da wir leuchteten wie die Gluehwuermchen, hatten wir natuerlich auch die volle Aufmerksamkeit saemtlicher zwielichtiger Gestalten, fanden aber schnell das passende Matatu nach NgumbA ! Ende gut alles gut...nach 3 1/2 Stunden lost in town! :)

Nun zur Hinrichtung eines Huhns... Gestern Morgen liefen wir Maedels nach dem Fruehstuck nichtsahnend die Treppe hoch, als wir ploetzlich ein Huhn unter der Treppe bemerkten. Es konnte sich nicht verlaufen haben, da es sogar Essen bekam. Wir dachten uns nichts gross dabei, da wir uns hier in Kenia schon so ziemlich an alles gewoehnt haben. Mia wollte ein paar Minuten spaeter die Waesche runterbringen, kam jedoch schreiend wieder hoch gerannt. Sie erzaehlte uns, dass Jane messerschwingend und mit dem Huhn unterm Arm in der Kueche stuende und verkuendet hat, sie werde es jetzt toeten. Da MIa und Julia Vegetarier sind, bot ich mich an die Waesche runter zu bringen. Ich fand Jane draussen, wo sie mir das Gleiche verkuendete und mich fragte, ob ich das Huhn nicht koepfen moechte. Ich verneinte, streichelte es allerdings noch ein letztes Mal, bevor es zur Schlachtbank ging. So gab ich ihm das letzte Geleit und schaute mir dann die Hinrichtung an. Abends gab es dann, welch Ueberraschung, gekochtes Huehnchen. Es hat gar nicht so schlecht geschmeckt und ich kann wirklich einmal behaupten es war alles Bio! :)

Soo das wars..es gibt nicht viel zu berichten..Julia geht am Samstag weiter nach Suedafrika..leider :(

Liebe Gruesse, esst ein paar Lebkuchen fuer mich!

Safari/Projekt/Neuer Bruder

Dienstag, 19.11.2013

Sonnenuntergang in der Savanne Wie im Dschungelbuch König der Löwen

Hallihallo, ich kann nur kurz schreiben, da das Internet bisschen unzuverlässig ist.

Also in aller kürze... Die Safari war der Hammer, auch wenn wir etwas verarscht wurden, da es eigentlich nur 1,5 Ta.ge Safari und der Rest Fahrerei waren... Wir haben allerdings das Glück gehabt, wirklich alle Tiere zu sehen die man sich so in der Savanne vorstellt und das aus nächster Naehe. Ein Löwe lag direkt zwei Meter vom Auto entfernt, die Elefantenfamilie hat uns sogar umzingelt und Giraffen sind an uns vorbei stolziert.. Schönere Fotos könnt ihr daheim sehen ;) Ich war sogar mit einem Bein in Tansania gestanden, da die Grenze durch die Savanne verläuft und wir genau dort eine kure Pause eingelegt haben, was doch etwas komisch war, da wir plötzlich von Elefanten überrascht wurde.. Aber es war unglaublich in der Savanne zu stehen und die endlose Weite zu sehen..

Wir kamen am Sonntag heim und uns erwartete ein neuer Freiwilliger, ein Bruder.. Wir sind schon eine so eingeschweißte Schwestern-Runde, da waren wir ganz aufgeregt unseren Bruder kennenzulernen  :P Er kommt aus Österreich und ist glaube ich ganz nett :)

Ansonsten gibts nichts Neues zu berichten, wir gehen jeden Tag brav ins Projekt und mussten uns von zwei Freiwilligen Mädels verabschieden, da sie nach Hause fliegen :(

 

So jetzt bin ich fertig.. Liebe Grüße :D

Mombasa - die Zweite :)

Sonntag, 10.11.2013

Hallihallo,

also wir sind grade wieder in Mimbasa, Diani Beach.. Es ist wiedermal wunderschön und wir haben echt Glück mit dem Wetter. Obwohl Regenzeit ist, haben wir echt Glück und tagsüber heißes Wetter mit viiiel Sonne :)

Heute waren Mia Julia und ich an einem anderen Strand ca 7-8km weg. Er heißt Tiwi Beach und ist eigentlich ein Privatstrand von einem Hotel, aber wir durften, weil Nebensaison ist, ihn benutzen.  So einen schönen Strand habe ich noch nie gesehen..nicht mal der Strand hier gegenüber vom Hostel, ist so wunderschön ...

Wir waren einfach ganz alleine an dem Strand und es kam kein einziger blöder Strandverkäufer !! ;) Doch die Fahrt zum STrand war wiedermal abenteuerlich..mit Matatu und Motobike.. aber wunderschön. Mit dem Motobike über eine Schotterpiste mitten durh den Urwald vorbei an kleinen Dörfern...bis zum Hotel.. :)

mal in schwarz weiß.. Tiwi Beach - sieht doch aus wie im Paradies

Soo das wars fürs erste.. am Freitag morgn gehts dann los zur Safari im Masai Mara Gebiet :)

Ein paar Bilder

Freitag, 08.11.2013

 

Aunty, let's take pictures! Chapati Brian und sein friend Teepflücken in den Bergen Nairobis Mein Liebling Marry :) Malstunde im Waisenhaus Mia wird vom Affen angegriffen Vorsicht bissig ! :) Chapati machen - inclusive Ameisen im Teig... grüne Teeberge Peters Mama hat für uns gekocht :) 1. Ausflug in den Affenpark mit den Mädels Fahrstunde bei Michael :) Mia hat's drauf ! Mama Jane und Precious

Einfach mal ein paar Bilder ...

Bin mal gespannt was wir die nächsten Tage hier am Strand wieder erleben, dann schreib ich vielleicht wieder mehr :)

Liebe Grüße

Krokodile streicheln/Unfälle und Bekehrungsversuche

Montag, 04.11.2013

Hallo ihr Lieben,

zunächst einmal viiielen vielen Dank, dass ihr immer so fleissig kommentiert, das freut mich immer ganz arg :) Ich schreib jetzt mal einfach zusammenhangslos was so die letzte Zeit passiert ist...

Das Sprichwort "Alle guten Dinge sind drei" passte am Donnerstag perfekt. Zunächst einmal haben wir uns alle (wir 8 Mädels) in Nairobi im Pizza Inn unserem Stamm-Treffpunkt getroffen, da wir Kathas Geburtstag feiern wollten. Wir sind ins Mamba-Village gefahren, wo wir Krokodile angeschaut haben und ich ein Baby Krokoldil auf den Arm nehmen durfte.. Danach sind wir zurück nach Nairobi und wollten von dort aus zu Kathas Gastfamilie fahren. Wir waren schon etwas spät dran und mussten uns erst mal durch ein sehr armes Marktviertel kämpfen, um an die Bushaltestelle zu kommen. Als wir im Bus saßen sind wir auch ganze 200 Meter weit gekommen, bis wir plötzlich alle aussteigen sollten, weil der Bus anscheinend kapput war. Bis wir unser Geld wieder hatten verging auch etwas Zeit.. Dann haben wir einen zweiten Bus gesucht und kaen auch recht weit, bis der Fahrer im traffic jam meinte, er müsste seinem Vordermann hinten reinfahren. Wie das in Kenia so ist, gabs viel Gerede, natürlich wurde nicht gefragt, ob jemand verletzt ist..dann ging es endlich weiter. Es war bereits stockdunkel, als wir den Ort Ruai erreichten. Von dort mussten wir noch mit Motobikes (Motorrad-Taxis) zum haus gebracht werden. Bis wir den Preis verhandelt hatten und alle Mädels sich verteilt hatten, verging wieder sehr viel Zeit. Ich saß mit Anne auf einem Motorrad und wir waren schon fast da, als wir merkten, dass Das Motobike mit Julia und Mia (meinen Gastschwestern) fehlte. Als wir am Haus ankamen, hatten wir ne SMS bekommen, dass sie einen Platten hatten und alleine mitten in der Pampa mit ihrem Fahrer stünden. Die anderen Motobike-Fahrer sind dann zurückgefahren, um sie zu holen, was uns nicht gerade beruhigte.. Aber schlussendlich sind die zwei wohlbehalten angekommen und wir konnten endlich den Geburtstag mit Schockolade und Süßigkeiten feiern :)

Mama Jane liebt es ihr Haus voller Leute zu haben. Vor allem nimt sie gerne gläubige Menschen, wie z.B ein kenianisches Ehepaar, das in England lebt, auf. Die zwei waren auf Mission hier und wollten Drogenabhängige mit der Kraft Gottes von den Drogen abbringen. Wir saßen eines Morgens nichtsahnend am Frühstückstisch und unterhielten uns mit ihnen, als die sehr persöhnliche Frage kam: Wie würdet ihr Eure Beziehung zu Jesus beschreiben?  ÄÄÄhm jaaa also... nach kurzem Schreckmoment, mussten wir uns schnell etwas einfallen lasse, da mit den Kenianern bei solchen Fragen nicht gut Kirschen essen ist. Julia versuchte dann diese Frage auf neutrales Terrain zu bringen und erzählte erstmal, wie es mit der Kirche in deutschland so steht.. Das genügte denen aber nicht, und die "heilige" Ann fing an uns zu erzählen, was der wahre Glaube sei und dass jeder gute Mensch, der nicht glaubt auf jeden Fall in die Hölle kommt. Nach einer halben Stunde Predigt wurden wir mit Wut im Bauch und den Worten:" Wenn ihr lernen wollt richtig zu beten, meldet euch!" entlassen. Ich respektiere wirklich jede Art von Glauben, aber diese fanatische Art über andere und ihren Glauben zu urteilen geht einfach gar nicht! Wir sind am Kulturaustausch interessiert und dazu gehört auch dass man andere Meinungen hat. Aber leider waren die zwei und auch viele Kenianer, nicht im geringsten daran interessiert, etwas ueber unsere Kultur/Glaube zu erfahren. Naja ich höre jetzt besser auf, sonst rege ich mich wieder über die Mentalität hier auf. Um ein bisschen im stillen Kämmerlein zu protestieren und unsere Wut rauszulassen, haben wir uns dann ne Flasche Wein (Sünde !!)  gegönnt und ein paar witzige Fostos gemacht, alles während das Ehepaar in Zimmer nebenan geschlafen hat .. hehe :)

Ansonsten gefällt es mir immer noch sehr gut, was nicht zuletzt an meinen Super-Schwestern Mia und Julia, liegt :)

Leider bin ich gerade erkältet und habe mir wohl den Magen verdorben (kein Spaß bei Wasserausfall), aber das wird schon wieder :)

Liebe Grüße

Matatu / Gesellschaft

Montag, 28.10.2013

Zum Matatu-Fahren. Es ist schon erstaunlich, wie schnell man sich an andere Begebenheiten und Kulturen anpassen kann. Jeden Morgen stellen wir uns an die Hauptstraße und warten auf ein Matatu. Wenn wir Glück haben, kommt nach 3min ein klappriges Gefährt, voll beladen mit Menschen, hier ist die Personenangabe von max 12 Personen seehr dehnbar. Der Geldeintreiber öffnet die Türe, die meistens schon halb aus ihren Schienen fällt. Wenn wir einen guten Tag erwischt haben, hat das Matatu noch Luft in allen vier Reifen, der Fahrer ist nicht betrunken und es läuft gute Musik(Reggea, Hip- Hop, Schnulzen). Wenn wir weniger Glück haben, hat meist der Vorderreifen zu wenig Luft, uns weht eine strenge Alkoholfahne von Seiten des Fahrers entgegen und christliche Gesänge plärren aus den Lautsprechern… Nun ja ..thats Kenya..wir sind nun mal auf die Matatus angewiesen. Auch sehr amüsant sind unsere Busfahrten nach Nairobi rein. Zuerst geht’s mit dem Matatu fünf Minuten zur Bushaltestelle(Beschilderung gibt’s nicht, man weiß wo Busse halten oder hat Pech). Von dort geht’s dann mit dem Bus ca ne Stunde nach Nairobi. Wir lieben diese Fahrten, obwohl ich in Deutschland nie ne Stunde in die Stadt gondeln würde, um für eine halbe Stunde was einzukaufen. Aber diese Fahrten sind so witzig. Meistens haben wir Glück und in den Bussen läuft fast immer gute Musik. Man muss wissen, die Kenianer liiieben Schnulzen…so Klassiker, die bei uns vielleicht mal auf ner 90er Party laufen.. Aber natürlich lieben sie auch Hip-Hop und Reggea. Diese Musik dröhnt dann volle Lautstärke im Bus und kaschiert das ächzen der altersschwachen Motoren. Wir haben dann immer sehr viel Spass und singen die Lieder mit bzw unterstreichen die Schnulztexte mit ausdrucksstarken Moves. Das muss man sich dann so vorstellen: Der Bus voller Schwarze, die letzte Reihe besetzt mit drei Mzungus (weise). Alle Schwarzen sind komischerweise immer ganz still, während wir hinten voll abgehen und alle (meist verwirrten) Blicke auf uns ziehen. Sonst sind die Kenianer immer so fröhlich und wollen tanzen, aber im Bus irgendwie nicht. Einmal hat ihnen wohl unsere Gesangseinlage nicht gefallen und es wurde kurzerhand das Radio ausgemacht! :) Nun ein bisschen was zum Projekt..in dieser Woche waren wir etwas genervt bzw nicht gut darauf zu sprechen, da es ein paar Vorfälle gab. Zehn Kinder standen lachend um einen Jungen herum und haben auf ihn eingeprügelt, bis wir ihn gerettet haben. Als wir diesen Vorfall dem Lehrer meldeten, meinte er nur, dass es richtig sei und die Kinder alles gut gemacht haben, da der Junge zu verspielt sei und sein Hemd nicht in der Hose hatte. „The school has to be clean – everyday!“ Das war echt nicht auszuhalten. Mobbing wird gefördert, aber Pädagogik existiert nicht. Weder in der Schule, noch in den Familien. Dass die Baby-Class Lehrerin dreijährige Kinder schlägt soll ich akzeptieren und mich nicht einmischen. Wenn sie mich dann nach Geld für Medikamente für ihren Sohn fragt, soll ich aber schön viel geben und wehe wenn nicht…dann ist sie sehr verstimmt. Ich weiß, dass es eine andere Kultur ist. Aber ich verstehe nicht, wie soo viele Menschen, so blöd sein können, nicht ein bisschen pädagogischer zu denken. Für mich ist Pädagogik etwas Logisches. Wenn ein Kind etwas gut macht wird es gelobt, wenn es was nicht versteht, versucht man es zu fördern. Wenn Kinder hier etwas gut machen werden sie nie gelobt, wenn sie was nicht verstehen werden sie geschlagen, weil man unter Druck und Angst ja viiiel besser lernt. Auch danke und bitte existieren nicht in dieser Gesellschaft. Sowohl unter den Erwachsenen, als auch zwischen Erwachsenen und Kindern herrschen keine Höflichkeitsformen. Die Lehrerin hat sich noch nie bedankt, wenn das Kind ganz unterwürfig ihr das Essen serviert. Genauso wenig wurde mir bisher gedankt, dass ich Spielsachen gebracht habe. Woher sollen es da die Kinder lernen… Am schlimmsten finde ich einfach, dass ich hier das Gefühl habe, Kinder werden auf die Welt gebracht und dann aber vergessen. Sie sind Altersvorsorge mehr nicht. Es gibt keinen wirklich liebevollen Umgang mit Kindern und niemand beschäftigt sich mit ihnen. In der Gastfamilie von Rike lebt ein kleiner Junge. Anstatt, dass sich die Familie mit ihm beschäftigt, wird er immer ignoriert und wenn er um Aufmerksamkeit schreit, wird er zurückgewiesen. Sie sagt, sie muss ihn nur anschauen und ihn hochheben, ist er ganz still und das bravste Kind. Ganz einfach…und ganz LOGISCH. Kinder haben hier auch meist kein so freundschaftliches Verhältnis zu ihren Eltern. Jane liebt ihre Söhne über alles, aber wenn die zwei für zwei Tage aus dem Internat kamen, gabs nur Geschreie. Später hat mir der zwölfjährige Sohn erzählt, er gehe auf das zweitbeste Eliteinternat Kenias. Dass er dort jeden Tag, meist grundlos, von seinem Lehrer verprügelt wird, kann er seiner Mama nicht sagen, da immer dem Lehrer geglaubt wird. Wenn das Kind geschlagen und misshandelt wird, hat es was falsch gemacht. Ist doch ganz klar.

Soo das wars dann mal .. Liebe Grüße

Kenias Tierwelt

Dienstag, 22.10.2013

Soo ich  bin wieder zurueck bei Mama Jane und heute gehts mal wieder ins Projekt. Morgen wollen wir einen Tee-Bauer besuchen und am Donnerstag wieder ins Projekt. Am Freitag besuchen wir dann ein Baby-Projekt 3 STumnden entfernt, das ganz toll sein soll.

Ich habe mir gedacht, ich schreib einfach mal in naechster Zeit ueber verschiedene kleine Erlebnisse, wie zum Beispiel die Begegnung mit der oertlichen Tierwelt :) Damit meine ich nicht die schoenen Zebras und Elefanten...nein..ich meine die wunderschoenen Krabbel und Kriechtiere die es liiieben in mein Zimmer  zu kommen :) Leider kann ich euch kein Bild von meinem letzten Faustgrosen Mitbewohner zeigen. Ich kam nichtsahnend in mein Zimmer, will ins Bett..und sehe eineriesige Spinne (so eine richtig fette mit Panzer (: ) an der Wand sitzen. Mit Mias verstaerkung wollte ich (bzw Mia die Tapfere) die Spinne fangen. Wir hatten allerdings nicht bedacht, welche enorme Geschwindigkeit so ein Tier entwickeln kann. Schwups, sass sie wieder an der anderen Wand. Durch ihre schnelle REaktion mussten wir aber etwas Kreischen..was Lea (die Haushaelterin) hoerte. Sie hat einfach nur ihre Flip Flpos ausgezogen und mit einem Schlag die Spinne getoetet, allerdings nicht ohne uns eine halbe Stunde lang auszulachen :) Peinlich, diese weisen Zimperliesen...                  Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass ich in Mombasas in unserem Freiluftbadezimmer zusammen mit Katha eine riesengrosse Kakerlake verscheucht habe. Natuerlich mit Kriegsgebruell (-gekreische) wie es sich gehoert :D :D

Begruesst wurden wir im Hostel in Mombasa immer von 30cm langen Tausendfuesslern...die gefallen an unserer Terasse und unserem Bad gefunden hatten :) Zum Glueck haben sie aber schnell gemerkt, dass diese Freundschaft nicht auf Gegenseitigkeit beruht..

Soo das wars erst mal...ich moechte ja nicht immer so viel schreiben..naechstes Mal gibts vielleicht ne Story zum Matatu bzw Motobike Fahren ...

Kwa heri

It feels like paradise

Freitag, 18.10.2013

gaaanz kurze meldung, daher auch in schlechter rechtschreibung, da ich in eile bin. ich muss naemlich ganz schnell zum weisen sandstrand und tuerkisblauen meer, um meine bräune zu vertiefen

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